Achten Sie darauf, worauf Sie achtgeben?

Unsere Aufmerksamkeit ist eines der wertvollsten Dinge, die wir besitzen – genau deshalb will sie jeder stehlen! Zuerst also müssen wir sie schützen, und dann müssen wir sie gezielt in die gewünschte Richtung lenken. Wir haben so wenig Kontrolle über unser Leben. Doch wir können immerzu darauf achten, ob wir unsere Aufmerksamkeit auf das lenken, was uns wichtig ist.  Ich glaube, dass dies einen riesigen Unterschied macht, wenn es darum geht, schwierige Zeiten zu meistern. Bestimmen Sie also bewusst, was in Ihr Blickfeld gehört und was draussen bleiben soll.

 

In letzter Zeit sind die Dinge überwältigend. Woran liegt es, dass manche Menschen fast zerbrechen und andere gut damit umgehen können? Wenn ich die Reaktionen der Menschen auf die aktuellen Geschehnisse beobachte, dann ist mehr denn je einer der ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren: Nicht was um uns herum passiert, ist entscheidend, sondern wie wir es auf uns wirken lassen. Diese Haltung steht in engem Zusammenhang mit unserer Art, die Welt um uns herum wahrzunehmen. In dieser Nachrichtenflut, die uns täglich überschwemmt, ist der ausschlaggebende Unterschied: Sind wir fähig, unsere Aufmerksamkeit auf genau das zu lenken, was uns am wichtigsten ist?

 

Eine Möglichkeit, sich von unerfreulichen Nachrichten und kräftezehrender Informationsüberflutung zu schützen, ist, den von Ihnen gewählten Ausschnitt der Welt zu bestimmen. Ein symbolischer Weg, dies buchstäblich zu tun, ist die Verwendung eines sogenannten „Finders“, der ursprünglich von Corita Kent geschaffen wurde. Schwester Mary Corita Kent war eine bedeutende amerikanische Künstlerin des 20. Jahrhunderts und eine charismatische Kunstlehrerin am Immaculate Heart College in Los Angeles. Sie half ihren Schülern, „um des Sehens willen zu sehen“ und neue Dinge zu entdecken, die man sonst übersehen oder nicht bemerkt hätte. Um dies zu üben, benutzte sie einen ‚Finder‘ – nichts anderes als ein aus einem Stück Papier ausgeschnittenes Rechteck, wie sie dies in ihrem Buch ‚Learning by heart‘ beschrieb: „[Der Finder] ist ein Gerät, welches dasselbe tut wie die Kameralinse oder der Sucher. Er hilft uns, Dinge aus dem Kontext heraus zu nehmen, erlaubt uns, um des Sehens willen zu sehen, und verbessert unsere Fähigkeiten, schnell zu erfassen und Entscheidungen zu treffen.“ Im übertragenen Sinne kann ein solcher Sucher uns helfen, einen bestimmten Rahmen aus der Wirklichkeit auszuschneiden und unsere Aufmerksamkeit auf den einen Bereich zu richten, der sich lohnenswert anfühlt. Auf jenen Teil der Realität, der inspirierend erscheint, der uns vielleicht erfreut oder sogar wohltuende Emotionen hervorruft.

 

 

Sich von der Welt abkoppeln, um sich mit sich selbst zu verbinden

 

In unserem täglichen Leben geht es ständig darum, in Verbindung zu sein – Klick für Klick. Wie wäre es, sich von Zeit zu Zeit bewusst abzukoppeln? Wie wäre es, sich auf einen bestimmten Ausschnitt zu konzentrieren und alles andere wegzulassen, um uns eine Pause zu gönnen?  Um abzuschalten und neue Kräfte zu sammeln, müssen wir uns ab und zu eine Weile von der Welt zurückziehen, um uns auf das zu konzentrieren, was wir wirklich wahrnehmen wollen. Damit wir uns eine Pause von diesem ständigen „Zuviel-von-allem“ gönnen können, wählen wir einen bestimmten Ausschnitt und verweilen in ihm, ohne uns ablenken zu lassen. Das kann uns helfen, unseren Tag zu gestalten, Tag für Tag, und so durchzuhalten oder sogar aufzublühen, selbst wenn es rundherum schwierig ist. Ein einfaches und vielversprechendes Experiment – Probieren geht über Studieren!

 

 

“Sometimes we can take the whole of the world in, and sometimes we need a small peace to take in.” Corita Kent

 

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Achten Sie darauf, worauf Sie achtgeben?

Unsere Aufmerksamkeit ist eines der wertvollsten Dinge, die wir besitzen – genau deshalb will sie jeder stehlen! Zuerst also müssen wir sie schützen, und dann müssen wir sie gezielt in die gewünschte Richtung lenken. Wir haben so wenig Kontrolle über unser Leben. Doch wir können immerzu darauf achten, ob wir unsere Aufmerksamkeit auf das lenken, was uns wichtig ist.  Ich glaube, dass dies einen riesigen Unterschied macht, wenn es darum geht, schwierige Zeiten zu meistern. Bestimmen Sie also bewusst, was in Ihr Blickfeld gehört und was draussen bleiben soll.

 

In letzter Zeit sind die Dinge überwältigend. Woran liegt es, dass manche Menschen fast zerbrechen und andere gut damit umgehen können? Wenn ich die Reaktionen der Menschen auf die aktuellen Geschehnisse beobachte, dann ist mehr denn je einer der ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren: Nicht was um uns herum passiert, ist entscheidend, sondern wie wir es auf uns wirken lassen. Diese Haltung steht in engem Zusammenhang mit unserer Art, die Welt um uns herum wahrzunehmen. In dieser Nachrichtenflut, die uns täglich überschwemmt, ist der ausschlaggebende Unterschied: Sind wir fähig, unsere Aufmerksamkeit auf genau das zu lenken, was uns am wichtigsten ist?

 

Eine Möglichkeit, sich von unerfreulichen Nachrichten und kräftezehrender Informationsüberflutung zu schützen, ist, den von Ihnen gewählten Ausschnitt der Welt zu bestimmen. Ein symbolischer Weg, dies buchstäblich zu tun, ist die Verwendung eines sogenannten „Finders“, der ursprünglich von Corita Kent geschaffen wurde. Schwester Mary Corita Kent war eine bedeutende amerikanische Künstlerin des 20. Jahrhunderts und eine charismatische Kunstlehrerin am Immaculate Heart College in Los Angeles. Sie half ihren Schülern, „um des Sehens willen zu sehen“ und neue Dinge zu entdecken, die man sonst übersehen oder nicht bemerkt hätte. Um dies zu üben, benutzte sie einen ‚Finder‘ – nichts anderes als ein aus einem Stück Papier ausgeschnittenes Rechteck, wie sie dies in ihrem Buch ‚Learning by heart‘ beschrieb: „[Der Finder] ist ein Gerät, welches dasselbe tut wie die Kameralinse oder der Sucher. Er hilft uns, Dinge aus dem Kontext heraus zu nehmen, erlaubt uns, um des Sehens willen zu sehen, und verbessert unsere Fähigkeiten, schnell zu erfassen und Entscheidungen zu treffen.“ Im übertragenen Sinne kann ein solcher Sucher uns helfen, einen bestimmten Rahmen aus der Wirklichkeit auszuschneiden und unsere Aufmerksamkeit auf den einen Bereich zu richten, der sich lohnenswert anfühlt. Auf jenen Teil der Realität, der inspirierend erscheint, der uns vielleicht erfreut oder sogar wohltuende Emotionen hervorruft.

 

 

Sich von der Welt abkoppeln, um sich mit sich selbst zu verbinden

 

In unserem täglichen Leben geht es ständig darum, in Verbindung zu sein – Klick für Klick. Wie wäre es, sich von Zeit zu Zeit bewusst abzukoppeln? Wie wäre es, sich auf einen bestimmten Ausschnitt zu konzentrieren und alles andere wegzulassen, um uns eine Pause zu gönnen?  Um abzuschalten und neue Kräfte zu sammeln, müssen wir uns ab und zu eine Weile von der Welt zurückziehen, um uns auf das zu konzentrieren, was wir wirklich wahrnehmen wollen. Damit wir uns eine Pause von diesem ständigen „Zuviel-von-allem“ gönnen können, wählen wir einen bestimmten Ausschnitt und verweilen in ihm, ohne uns ablenken zu lassen. Das kann uns helfen, unseren Tag zu gestalten, Tag für Tag, und so durchzuhalten oder sogar aufzublühen, selbst wenn es rundherum schwierig ist. Ein einfaches und vielversprechendes Experiment – Probieren geht über Studieren!

 

 

“Sometimes we can take the whole of the world in, and sometimes we need a small peace to take in.” Corita Kent

 

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